Für den Inhaber eines Zürcher Maschinenbauunternehmens schien das Aus unausweichlich: Internationale Lieferkettenbrüche hatten die Liquidität aufgezehrt, wodurch zentrale Kreditvereinbarungen mit der Hausbank verletzt wurden. Die Bank stellte ein unmissverständliches Ultimatum: Binnen 60 Tagen müsse neues Eigenkapital her, andernfalls werde die Kreditlinie fällig gestellt und das Unternehmen der Sanierungsabteilung übergeben. Klassische Sanierer rieten zum panischen Notverkauf rentabler Unternehmensteile oder zum Einstieg opportunistischer Investoren zu Schleuderpreisen – was den faktischen Verlust der unternehmerischen Unabhängigkeit bedeutet hätte.

Statt blindem Aktionismus durchleuchtete FiPAX die Bilanz und das Grundbuch bis ins Detail. Dabei fiel ein unscheinbarer, aber entscheidender Schatz auf: Die Betriebsliegenschaft war vor Jahrzehnten abbezahlt worden, und im Grundbuch schlummerten alte, vollständig amortisierte Papier-Eigentümerschuldbriefe im ersten Rang. Statt Anteile zu verscherbeln, arrangierte FiPAX über das eigene institutionelle Netzwerk ein Sale-and-Lease-Back mit einer Schweizer Pensionskasse.

Der geniale Kniff lag im steuer- und vertragsrechtlichen Detail: Der Verkaufserlös wurde gezielt in betriebsnotwendige Neuanschaffungen reinvestiert, wodurch die Grundstückgewinnsteuer über das Instrument der steuerneutralen Ersatzbeschaffung vollständig vermieden wurde. Gleichzeitig sicherte FiPAX der Unternehmerfamilie eine vertraglich fixierte Rückkaufoption nach zehn Jahren und reaktivierte die alten Schuldbriefe, um bei einer alternativen Kantonalbank sofort eine zinsgünstige Betriebskreditlinie ohne Notariatsgebühren aufzusetzen.

Die bisherige Hausbank wurde vollständig abgelöst, die Zinskosten sanken um ein Drittel und die unternehmerische Freiheit blieb zu 100 Prozent gewahrt. Eine öffentliche Referenzierung verbietet sich von selbst: Hätten Kunden und Lieferanten von den Bank-Ultimaten erfahren, wäre das Vertrauen in die Bonität des Unternehmens auf Jahre hinweg beschädigt gewesen.

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